{"id":1754,"date":"2015-06-30T18:00:22","date_gmt":"2015-06-30T16:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blogaroundsound.de\/?p=1754"},"modified":"2021-08-01T14:45:21","modified_gmt":"2021-08-01T12:45:21","slug":"das-gute-kuenstlerleben-so-gehts-teil-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blogaroundsound.de\/?p=1754","title":{"rendered":"Das gute K\u00fcnstlerleben \u2013 so kriegst du&#8217;s hin (Teil 3\/3)"},"content":{"rendered":"<p>Klar verkaufst du bei Auftritten auch weiterhin deine&nbsp;CDs, alles gut.<\/p>\n<h2>Aber was&nbsp;machst du&nbsp;jetzt mit deiner&nbsp;Musik im Internet?<\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wie kannst du erhobenen Hauptes deine Kreationen im Web pr\u00e4sentieren und am Ende verkaufen? Du fragst dich: &#8220;Soll ich die zum Gratis-Streamen, Gratis-Download und Gratis-Teilen auf SoundCloud stellen, &#8220;Jagd und Hund&#8221; abonnieren und das beste hoffen?&#8221;<\/p>\n<p>Jetzt gibt es schlaue Leute, die sagen, das w\u00e4re in der Musiklandschaft des Digitalen Zeitalters nicht die schlechteste Idee. Obwohl, wenn ich ehrlich bin, ist dort nirgends die&nbsp;Rede von einem&nbsp;Zeitungsabo\u2026<\/p>\n<p>Was mich betrifft, so muss ich gestehen, dass ich, als (wenn auch lernwilliges) Kind der analogen 1960er und 1970er Jahre, ein Problem mit der Vorstellung habe, meine&nbsp;<em>gesamte<\/em>&nbsp;<em>Musik<\/em>&nbsp;einfach zu verschenken und &#8220;Kamelle f\u00fcr alle&#8221; br\u00fcllend vom Karnevalswagen in die Menge zu (ver)schleudern.<\/p>\n<p>Wenn es dir \u00e4hnlich geht: Willkommen im Club. Denn wahrlich, ich sage dir: Auch&nbsp;wenn&nbsp;nur geringf\u00fcgige&nbsp;Einnahmen durch ihren&nbsp;Verkauf zu erwarten sind und du&nbsp;auf die&nbsp;finanziell zum Gl\u00fcck&nbsp;nicht&nbsp;angewiesen bist (siehe <a href=\"https:\/\/www.blogaroundsound.de\/?p=1749\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 1<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.blogaroundsound.de\/?p=1745\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 2<\/a>):<\/p>\n<p><b>Deine Musik hat einen Wert<\/b> (an sich und vor allem nat\u00fcrlich f\u00fcr dich).<\/p>\n<h3>Selbstrespekt, you know<\/h3>\n<p>Geld ist ein Ausdruck von Geben und Nehmen.<\/p>\n<p>Wenn nun der eine immer nur gibt und der andere immer nur nimmt, hm, nennst du das eine gesunde Beziehung? Kann das auf Dauer gut gehen? Mir scheint das eher ein dringender Fall f\u00fcr den Paartherapeuten.<\/p>\n<p>Und auf keinen Fall die Beziehung der Wahl zwischen deinem&nbsp;Publikum und dir.<\/p>\n<p>Interessant finde ich allerdings folgende&nbsp;Gedanken&nbsp;von&nbsp;Andrew Dubber&nbsp;hierzu, die er schon 2009 in dem eBook&nbsp;<em>Die 20 Punkte \u00fcber Musik im Web, die Du wissen musst<\/em><em>&nbsp;<\/em>zusammengefasst hat.&nbsp;Demnach l\u00e4sst sich das grundlegende Prinzip zum Verkauf von Musik auf die Formel bringen:<\/p>\n<blockquote><p>H\u00f6ren &gt; M\u00f6gen &gt; Kaufen<\/p>\n<p>Dies ist die einzige Reihenfolge, die funktionieren kann.<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er sagt weiter:<\/p>\n<ul>\n<li>Niemand m\u00f6chte im Grunde&nbsp;ein ihm unbekanntes Musikst\u00fcck kaufen, vor allem dann nicht, wenn er es vorher nicht&nbsp;geh\u00f6rt hat und schon gleich 3 Mal nicht, wenn es von einem ihm unbekannten Interpreten stammt.<\/li>\n<li>30-Sekunden-Schnipsel zum Vorh\u00f6ren: Verschwendung. Nur der vollst\u00e4ndige Song und seine Dramaturgie k\u00f6nnen den H\u00f6rer\/Konsumenten emotional an die Musik binden.<\/li>\n<li>Im Digitalen Zeitalter kannst Du 1 Million Kopien deiner Platte umsonst verteilen, um 1.000 zu verkaufen.<\/li>\n<li>Lass sie die Musik h\u00f6ren, behalten und mit ihr leben. Und anschlie\u00dfend holst Du sie als Fans zur\u00fcck, denn<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote><p>In Bezug auf Medienkonsum ist Musik ziemlich einzigartig. Man kauft sich kein Kinoticket, weil man den Film so gut gefunden hat. (\u2026) Aber Musik ist anders \u2013 und das Radio belegt das. Die bei weitem verl\u00e4sslichste Methode, Musik zu bewerben ist, sie Menschen zu Geh\u00f6r zu bringen. Wenn m\u00f6glich, wiederholt \u2013 und umsonst. Hat man Gl\u00fcck, wird ihnen die Musik nach einer Zeit vertraut, und sie beginnen sie zu lieben.&nbsp;Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werden sie sie besitzen wollen. (\u2026)<\/p>\n<p>Es ist sinnlos zu hoffen, dass Menschen Musik erst kaufen, dann h\u00f6ren und dann m\u00f6gen w\u00fcrden.<\/p><\/blockquote>\n<p>(<a title=\"Andrew Dubber: 20 Punkte\u2026\" href=\"https:\/\/www.evernote.com\/shard\/s245\/sh\/57947475-760a-4938-ba6f-08352067f961\/bc4e2dc71194490d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier<\/a>&nbsp;sind alle 20 Punkte im \u00dcberblick.)<\/p>\n<p>Bis vor kurzem, so lange das &#8220;Kaufen&#8221; in der Gleichung oben f\u00fcr &#8220;Bezahlten Download&#8221;&nbsp;stand (die&nbsp;<em>20 Punkte\u2026<\/em>&nbsp;sind, wie gesagt, von 2009), mochte das so funktionieren.<\/p>\n<p>Sobald du&nbsp;dort aber&nbsp;&#8220;Streamen&#8221; einsetzt, haben wir&nbsp;den \u2153-Cent-pro-Klick-Salat (s. 1. Teil): Es werden keine nennenswerten Einnahmen f\u00fcr uns&nbsp;Musiker generiert.<\/p>\n<p>Als Musikkonsumenten reicht es uns eben, den&nbsp;neuen Lieblingssong bei Spotify zu &#8220;mieten&#8221;. Als Favorit markiert, begleitet er fortan in diversen Playlists unser&nbsp;Leben aufs Trefflichste, do feit si nix (wie ich als bajuwarisierter Hanseat anmerken m\u00f6chte).&nbsp;Wie viele Leute gibt es, die unter diesen Umst\u00e4nden das Lied unbedingt auch&nbsp;noch &#8220;besitzen&#8221; m\u00fcssen und zus\u00e4tzlich&nbsp;CD oder Download erwerben? Ich bin&nbsp;jedenfalls keiner von ihnen.<\/p>\n<h3>B\u00f6ses, b\u00f6ses Streaming<\/h3>\n<p>B\u00f6ses Streaming? Quatsch, fantastische M\u00f6glichkeiten! Das macht das Streaming ja gerade so sexy und die entsprechenden Dienste so erfolgreich!<\/p>\n<p>Nicht die&nbsp;Technologie ist schuld an der Misere, sondern die Verg\u00fctungs- oder besser Nicht-Verg\u00fctungsmodelle von Spotify, YouTube und Co.<\/p>\n<p>Und das ausgerechnet f\u00fcr diejenigen, deren Kreativit\u00e4t die Basis ihrer&nbsp;Gesch\u00e4ftsmodelle ist, das ist schon von einer besonderen Perfidie.<\/p>\n<p>Diese Fragen stehen im Raum:<\/p>\n<ul>\n<li>Warum sperrt <i>ausschlie\u00dflich&nbsp;die GEMA<\/i> Videos von Titeln durch sie vertretener K\u00fcnstler, wenn YouTube sich weigert,&nbsp;<em>K\u00fcnstler<\/em>&nbsp;<em>\u00fcberhaupt<\/em>&nbsp;angemessen zu verg\u00fcten?<\/li>\n<li>Wieso wenden sich nicht alle Urheber von Unternehmen mit solchen&nbsp;Gesch\u00e4ftsmodellen ab, sondern&nbsp;laden weiterhin fr\u00f6hlich hoch?<\/li>\n<li>Weshalb also spielen so viele Musiker das&nbsp;Spiel ihrer Ausbeutung bereitwillig mit (stell dir vor, wie ich hier sitze: Eine Hand auf der Tastatur, die andere an der eigenen Nase\u2026)?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Grund ist, dass&nbsp;die&nbsp;dubber\u00b4sche Formel H\u00f6ren &gt; M\u00f6gen &gt; Kaufen ja auch in Zeiten von Streaming noch zu \u2154 stimmt!<\/p>\n<p>Es hoffen eben alle auf millionenfaches Geh\u00f6rt- und Gemocht-Werden,&nbsp;wenn sie ihr Herzblut einem einschl\u00e4gigen Streamingdienst oder Videoportal anvertrauen.<\/p>\n<p>Angesichts der Entwicklung weg vom Download, hin zum Streaming&nbsp;m\u00fcsste aber das letzte Drittel der Formel, der Punkt &#8220;Kaufen&#8221;, dringend mit neuem Leben gef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Das Einfachste w\u00e4re nat\u00fcrlich, jemand k\u00e4me in einem Anflug von Genie auf die zugegebenerma\u00dfen auf den ersten Blick grotesk anmutende&nbsp;Idee, den K\u00fcnstlern etwas als Bezahlung anzubieten, das sie nicht beleidigt.<\/p>\n<h3>Eine Frage der Ehre<\/h3>\n<p>F\u00fcr den &#8220;einfachen Musiker von nebenan&#8221;&nbsp;ist es momentan jedenfalls mehr eine Frage der Ehre und einer vermeintlich positiven Au\u00dfenwirkung, wenn seine Alben \u2013 schick, schick! \u2013 auch auf &#8220;Spotif\u00e4\u00e4h&#8221; zu finden sind.<\/p>\n<p>Finanziell ist das v\u00f6llig uninteressant.<\/p>\n<p>Vielleicht geh\u00f6rt es aber auch bald zum guten Ton und erntet ein anerkennendes Kopfnicken, wenn du&nbsp;dich entscheidest, lieber nach anderen M\u00f6glichkeiten zur Ver\u00f6ffentlichung deiner Musik im Web zu suchen.<\/p>\n<p>Einen wie ich finde interessanten, einige Einsichten Andrew Dubbers einbeziehenden Ansatz bietet z. B.&nbsp;<strong><a title=\"bandcamp\" href=\"https:\/\/volkergiesek.bandcamp.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bandcamp<\/a><\/strong>&nbsp;(<em>kein&nbsp;<\/em>Affiliate-Link! = ich krieg keine Kohle, wenn du&nbsp;da drauf klickst):<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Keine Vorh\u00f6r-Schnipsel<\/strong>: Es kann&nbsp;der komplette Song gratis gestreamt werden, jedoch h\u00f6chstens 3 Mal ausschlie\u00dflich von der bandcamp-Page.<\/li>\n<li>Player und&nbsp;<strong>Komfort<\/strong>&nbsp;dort sind absichtlich&nbsp;<strong>stark eingeschr\u00e4nkt<\/strong>: Es gibt keinen Volumen-Regler, keine Playlists etc.<\/li>\n<li>Richtig&nbsp;<strong>smart<\/strong>&nbsp;wird es n\u00e4mlich&nbsp;<strong>erst, wenn du&nbsp;kaufst<\/strong>, also bei den Songs,&nbsp;die dich&nbsp;durchs Leben begleiten sollen. Es gibt auch eine bandcamp-App f\u00fcr\u00b4s Smartphone, mit der sich ausschlie\u00dflich gekaufte Titel komfortabel abspielen und verwalten lassen. Oder du&nbsp;ziehst sie dir einfach&nbsp;in den Player deiner Wahl.<\/li>\n<li><strong>Du als<\/strong>&nbsp;<strong>K\u00fcnstler entscheidet&nbsp;\u00fcber den Preis&nbsp;<\/strong>eines Titels bzw. eines kompletten Albums (bei 15% Provision f\u00fcr bandcamp). Der kann&nbsp;auch bei &#8220;0,00 \u20ac or more&#8221; liegen. Es ist also&nbsp;<em>auch<\/em>&nbsp;m\u00f6glich, Musik gratis anzubieten, wenn du&nbsp;das m\u00f6chtest.<\/li>\n<li>Gef\u00e4llt ein Track oder ein K\u00fcnstler besonders gut, kann man ihn unterst\u00fctzen, in dem man mehr zahlt als vorgeschlagen.&nbsp;<strong>Man kann<\/strong>&nbsp;also&nbsp;<strong>spenden<\/strong>. Hab ich woanders schon gemacht, f\u00fchlt sich gut an, nur der Heiligenschein beginnt bei Regen unter der Kapuze&nbsp;etwas zu dr\u00fccken \ud83d\ude42<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt&nbsp;ein&nbsp;Ansatz, der die Integrit\u00e4t des Musiker&nbsp;nicht ankratzt, oder habe ich was \u00fcbersehen?<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Oh yeah, ist alles noch ein bisschen wie damals am Klondike (die \u00c4lteren werden sich gemeinsam mit mir erinnern\u2026):<\/p>\n<p>Goldgr\u00e4berstimmung!<\/p>\n<p>Die Musiklandschaft ver\u00e4ndert sich und wird sich \u2013 genau wie eh und je \u2013 ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1808\" data-permalink=\"https:\/\/www.blogaroundsound.de\/?attachment_id=1808\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?fit=1920%2C1440&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1920,1440\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"musicassette-529502_1920_fotor\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1\" class=\"aligncenter wp-image-1808\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1\" alt=\"musicassette-529502_1920_fotor\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=1100%2C825&amp;ssl=1 1100w, https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=726%2C545&amp;ssl=1 726w, https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=534%2C401&amp;ssl=1 534w, https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?resize=344%2C258&amp;ssl=1 344w, https:\/\/i0.wp.com\/www.blogaroundsound.de\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/musicassette-529502_1920_fotor.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Fakt an sich ist nichts Besonderes, h\u00f6chstens das Tempo, in dem&nbsp;sich die Ver\u00e4nderung vollzieht.<\/p>\n<p>Streaming ist da und wird es bleiben. Die M\u00f6glichkeiten sind gro\u00dfartig, jedoch sind viele der alten und neuen Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr uns Musiker grottig.&nbsp;Wir m\u00fcssen Dinge tun, die das \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Grundlegend ist zun\u00e4chst, bei dir&nbsp;pers\u00f6nlich anzufangen und dein&nbsp;Leben so einzurichten, dass du&nbsp;nicht finanziell erpressbar bist.<\/p>\n<p>Das ist der erste Schritt zu einem Portfolio aus T\u00e4tigkeiten und Einnahmequellen, mit denen du&nbsp;deinem inneren&nbsp;K\u00fcnstler mit Respekt und Hochachtung begegnest, so wie er es verdient, \u2026 anstatt ihm auf den F\u00fc\u00dfen herumzutrampeln.<\/p>\n<blockquote><p>Manchmal m\u00fcssen wir die Musik unterst\u00fctzen, bis sie uns unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Sheila Jordan<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Spotify hin, Doordeals her:&nbsp;Musiker werden nicht aussterben \u2013 wenn sie auch gut beraten sind,&nbsp;ihr Gesch\u00e4ftsmodell und den&nbsp;darauf abgestimmten Lebensentwurf zu \u00fcberdenken und neuen Realit\u00e4ten anzupassen. Denn<\/p>\n<p><b>Kreativit\u00e4t ist eine unzerst\u00f6rbare Naturgewalt.<\/b><\/p>\n<p>Und wie alle Naturgewalten ist sie Fluch und Segen zugleich. In gewisser Weise auch wie eine Droge, und wenn du auf dem Trip bist, z\u00e4hlt wenig anderes. Zeit und Raum schon mal sowieso nicht, Fl\u00fcssigkeitszu- und -abfuhr werden gerne mindestens so lange aufgeschoben, bis es <i>fast<\/i> zu sp\u00e4t ist\u2026 Bei&nbsp;und nach der &#8220;Arbeit&#8221;, die dir&nbsp;aber nicht wie Arbeit vorkommt, schwebst du auf Wolke 7, weil:<\/p>\n<p>&#8220;Deine&#8221; Musik zu machen ist einfach das Gr\u00f6\u00dfte und so verdammt erf\u00fcllend! Hab ich Recht?<\/p>\n<p>Eben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen f\u00e4llt es gl\u00fccklicherweise leicht, den&nbsp;Ruf&nbsp;des Geldes zu \u00fcberh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Oder den zum Abendessen. Musikerfrauen k\u00f6nnen das best\u00e4tigen. Ich muss los\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klar verkaufst du bei Auftritten auch weiterhin deine&nbsp;CDs, alles gut. 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