Psst.

Ruhe bitte.

Ich bin noch nicht fertig…

Ich denke noch nach… über Corona.

Dabei wäre ich so gerne ein Vordenker.

Oh, gutes Stichwort.

Es gibt ein sehr lesenswertes Buch von Richard David Precht mit dem Titel

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Coronarama


Hereinspaziert und aufgepasst
Das hat die Welt noch nicht gesehn
Wie unser Homo Sapiens
Die Augen fest verbunden
Dem Löwen tief ins Maul fasst
Was der, wie alle Löwen, hasst
Doch wurde konsequent dressiert
Taub für jede Klage
Es war so klar, dass was passiert
Nur wann, das war die Frage


Heut nun sind gleich mal Kopf und Rumpf
Im Schlund der Bestie verschwunden
Herr Sapiens muss wohl ab hier
Die Dunkelheit erkunden
Die Kapelle schweigt dazu
Denn für dies Szenario
Hat sie kein Arrangement gefunden


Haben die Sirenen Recht
Zahlen wir jetzt den Preis?


Wer weiß.


Hereinspaziert und aufgepasst
Menschen, Viren, Sensationen!
Das gesamte Publikum
Darf sich jetzt nicht regen
Am besten wird es unsichtbar
Denn ganz und gar entgegen
Jeder Zirkus-Tradition
Lässt Messerwerfer-Mutation
Mac the Knife die Messer zischen
Um möglichst viele zu erwischen


Hat jemand Lust auf Zusatz-Thrill?
Den schnalln wir gern auf eine Scheibe 
Die sich immer schneller dreht
Und lodernd hell in Flammen steht
Erst regungslos im Messerregen 
Fangen wir an, uns zu bewegen


Ich hab noch Hoffnung
Still und leis
Hab ich die zu Recht?


Wer weiß.


Hereinspaziert und aufgepasst
Das hat die Welt noch nicht gesehn
Menschen, Viren, Sensationen!
Leute, die auf den Balkonen
Hoch oben über großer Leere
Pflegekräften applaudieren
Opernarien intonieren
Und getrennt zusammen stehn


Bleibt davon etwas oder war
Das für uns schon nächstes Jahr
Nur sentimentaler Scheiß?


Wer weiß. 


So surreal es auch grad ist
Ich bleib lieber Realist
Die Erde, soviel steht doch fest
Kann uns nicht in die Schranken weisen
Denn der Planet auf dem wir reisen
Ist keine handelnde Person


Wobei
Wer weiß
Wer weiß das schon?

Das Gedicht ist mein Beitrag zum Pandemie Poesie Projekt des Nana Theaters Kaulberg in Bamberg. Mehr Poesie und Infos darüber hier.

Tja, das hat nicht geklappt – eigentlich wollte ich eine Einführung zur neuerlichen Präsentation des “Tonbilder”-Projektes von 2010 schreiben.

Aber meine Gedanken haben mich davongetragen, die Assoziations-Kette war kaum zu stoppen.

Nun ist es eher eine textliche Jazz-Improvisation geworden.

Der Slalom hat richtig Spaß gemacht beim Schreiben.

Wie ist das beim Lesen?


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Raus in die Welt

Diese Bilder verstecken sich schon viel zu lange in meinem Smartphone.

Schnapp geschossen habe ich sie 2015 während der Dreharbeiten zum Innersoul Video “Soultrain BabaDee”.

Der Drehort war ein Graffiti- und Motiv-El Dorado sondergleichen!

Komm mit auf einen ersten Streifzug durch diese unglaubliche Location.

Am Schönsten sieht es im Viewer aus: Klicke einfach auf eines der Bilder…

Viel Spaß!

Ein Song über Pubertät

…mit dessen Text ich schon vor einiger Zeit die Teenie-Jahre unseres Sohnes verarbeitet habe.

Quasi als Selbsttherapie ;)) 

Mittlerweile ist er 19 und alles mehr als gut.

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Ferien

Ich tigere in der Wohnung herum, etwas rastlos, etwas ratlos… Plötzlich ist da diese Melodie, sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Sie hat mich gefunden oder war schon immer in mir und will genau in diesem Moment heraus. Hach, wie romantisch, ja, wir Komponisten sind schon krass. Einfach so beim Rumtigern: Eine neue Melodie, ein neuer Song, ein neuer Hit! Noch während die letzten Töne zwischen Neocortex und Frontallappen zerstäuben, bin ich mir völlig im Klaren darüber, wie es jetzt weitergehen muss, damit die GEMA mir auch nächstes Jahr wieder 6-stellig Tantiemen ausschüttet. Es braucht lediglich ein Zeichen von mir. Denn sie warten ja alle nur darauf, loszulegen und die Maschinerie für mein nächstes großes Ding in Bewegung zu setzen: Label, Management, Studio, Musiker, die Booking-Agentur, Konzertveranstalter, die Video-Produktion, die Sponsoren, die Online-Profis, die meine Social Media-Kanäle füttern. Genau deshalb ist es ja so geil, Musiker zu sein: Diese Inspiration, diese Kreativität, dieser Fokus, diese Mühelosigkeit.

Wenn es so wäre.

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Heute ist der 12. Mai 2019 und Muttertag.

Für mich zum ersten Mal ohne Mutter, denn meine ist am 10. April gestorben.

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Musikertraum trifft Realität.


Songtext:

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I.

Da waren sie wieder, diese nutzlosen Gedanken:

“Endzeitstimmung. Die grundlegendsten Regeln des Anstands und des menschlichen Zusammenlebens sind bereits ausgesetzt, Apokalypse Now!”

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Schön!

Die Redaktion der Fachzeitschrift Keyboards startet mit der Vorstellung von Blog Around Sound die neue Serie re:blogged auf ihrem Online-Portal, und zwar so:


Teil 1 unserer neuen Serie beginnen wir mit dem “Blog Around Sound”, hinter dem Volker Giesek steckt.

Dessen Bezüge zur Musikwelt sind vielfältig: Ein Studium in Jazz-Klavier und Komposition sowie verschiedene Konzerte, Musikproduktionen, musikalische Leitung am E.T.A.-Hoffmann-Theater in Bamberg und, und, und…

Genug Stoff also, um in einem Blog über seine Erfahrungen und Ideen zu schreiben. Der erste Artikel erschien dort bereits 2013. Seitdem drehen sich viele seiner Postings um Fragen, die sich wohl viele Musikerinnen und Musiker schon gestellt haben und mögliche Antworten darauf.

Es gibt aber auch einige Artikel zu Gieseks eigenem kreativen Schaffen und jede Menge Tipps und Meinungen zur Musikwelt. Hier wechseln sich Humor und Ernst immer wieder ab und es bleibt dabei stets persönlich. Fast liest es sich so, als würde man mit dem Autoren ein gutes Gespräch über die Musik führen.

Unser Highlight: Der sehr frische Schreibstil von Volker Giesek, der auch kritische Töne immer humorvoll herüberbringt.


Danke, Frauen und Männer, an der Beschreibung würde ich jetzt mal nichts ändern wollen ;))

Direkt zur Blog Around Sound-Vorstellung unter der Rubrik “Stories” geht es hier.

Die Fachkompetenz von KEYBOARDS ist aber auch jederzeit einen Blick ins Heft oder auf die Website wert. Stories, Tutorials, Interviews… hier gibt es alles, was Tastenspieler glücklich macht. Online unter: https://www.keyboards.de

Ein Live-Video und ein Text über die Frage, was uns als Menschen verbindet statt trennt, aufgenommen während der Premiere des Projekts ALLES MENSCH mit Christina Mantel.

Mit diesem Text fing meine Songschreiberei an. Die Anfangssequenz (die “Menschwerdung”) hatte ich ziemlich genau so eines Nachts geträumt…

Ich muss da alleine durch, während Christina eine Lektion in Bühnenpräsenz gibt, ohne im Fokus zu stehen.

Außerdem passen die im Video eingeblendeten Lyrics farblich sensationell gut zu den Bühnenvorhängen.

Aber es geht um mehr. Viel mehr:

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Du hast ein Gehirn

BÄM! Gleich mal ein Treffer, und ich weiß noch mehr über dich:

Du hast Ideen. Viele. Neue. Oft.

Du liebst „Projekte“, du setzt sie um.

Am liebsten chinesisch, nach dem Motto: „Wenn nicht jetzt, Wan Tan?“.

Ich bin Kalauer-König, Musiker und Blogger.

Du bist ein Kreativ-Junkie, gib es zu.

Nur noch übertroffen vom größten, vom unermesslichsten aller Kreativ-Junkies, von GOTT!

Aber du bist diffus unzufrieden und mit dir selbst im Unreinen.

Du fühlst dich getrieben, unkonzentriert, ohne Fokus?

Nun, wie bei so vielen Problemen des Lebens, findest du auch zu diesem Rat im Buch der Bücher.

Bekanntlich heißt es dort schon im Klappentext:

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Happy Birthday!

Vor ein paar Jahren habe ich meiner Frau zum 50. Geburtstag diesen Song geschrieben.

Und hatte beim Singen auf der Feier gleich mal einen mörderischen Text-Blackout vor versammelter Geburtstagsgesellschaft.

Nice.

Den gibt es bei einem Video zum Glück nicht.

Außer du hast die Nase voll und stoppst es mittendrin oder deine Internetverbindung bricht ab.

Glück ist das Stichwort!

 

Gemeinsam auf der Welt
(für Annette)

 

Jetzt soll ich dir ein Ständchen singen
Das wird schwer
Nach siebentausend meiner Tage
Oder mehr

Mit dir an meiner besten Seite
Dir, die mir so gut gefällt
Dir, die mit mir spricht und dann
Mich schweigend in den Armen hält
Und draußen tobt die Welt

Ich spür es schon, ich werd mich plagen
Und zwar schwer
Bin abgelenkt durch’s viele Denken
Nebenher

An uns, wie wir dem Urwald lauschen
Uns, Olivenhain und Wein
Uns, wie wir ein Kind bekommen
Es passt soviel ins Leben rein!
Ich lass dich nicht allein

Es ist nicht wie am ersten Tag
Inzwischen ist es… besser
Was ich an deinem Stil so mag
Ist, dass du nicht aufgibst
Den Karren mit anschiebst
Das Grau einfach wegliebst
Immer wieder

Ich hab’s probiert, du bist mein Zeuge
Ich geb auf
Wir wissen ja, wie’s um uns steht
Das reicht vollauf

Für mich, denn wozu viele Worte?
Dich, wenn nur die Liebe zählt
Uns, denn wir gehn still und weise
Weil die Art uns gut gefällt
Gemeinsam durch die Welt
Oh-oh, gemeinsam durch die Welt
Oh-oh, wir sind nicht einsam auf der Welt

Zum Glück sind wir
Gemeinsam auf der Welt

_________________________

Text & Musik: Volker Giesek

Die 10 Lebenslügen eines Musikers

Gastbeitrag von Frank Christian Stoffel mit Kommentaren von Volker Giesek

Einfach weil es sein muss und um hoffentlich den jungen Menschen ein wenig die Augen zu öffnen, hier die nackte Wahrheit über den Selbstbetrug eines ganz normalen durchschnittlichen Musikers.

Auf meinen Streifzügen durchs Internet habe ich auf dem sehr lesenswerten Blog von Frank Christian Stoffel seinen Artikel “Die 10 Lebenslügen eines Musikers” entdeckt: Über 2000 Wörter „Reality Check“ für Musiker – weise, schonungslos, kontrovers.

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Ein Song über Egoismus – und ein Experiment

Vorab: Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Hennings, die ich aktuell kenne, entschuldigen: Ihr seid mit dem Text natürlich nicht gemeint.

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Der ganz große Wurf

 

Zwei am Fluss, die werfen Steine

Opa große, Tim eher kleine Continue reading→

INFORMATION FÜR ALLERGIKER! Dieser Text kann Kommas und eingeschobene Nebensätze enthalten.

Da bin ich wieder, denn ich bin wieder da.

Schon seit Ende August.

Da sind meine Frau und ich aus unserem auf 2 (!) Orte verteilten Luxusurlaub im Spreewald und in Lübow (nahe Wismar) wiedergekommen.

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das ist grottiges Deutsch, aber es stimmt.

Verhaltensauffälligkeiten sind bei Künstlern ja eher die Regel (schau mich und das hier an). Mit leichtem “Offset” durchs Leben schweben – herrlich!

Doch auch innerhalb der Parallelgesellschaft gibt es Konventionen. Und wenn du die doppelte Verneinung lebst, wird’s richtig schwierig.

Das ist mir in der Nikolaikirche in Wismar klar geworden. Dort haben wir ein Konzert von 4 Klassischen Musikern (3 Posaunisten und ein Schlagzeuger) besucht. Ihr Programm hieß “Der weiße Hai im Alpensee und Johann Sebastian Bach”.

Verrückte Geschichte.

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Ich hab keinen Bock mehr

Überhaupt und auf Musik.

Statt dessen möchte ich der Welt viel lieber den (immerhin frisch gewaschenen) Mittelfinger zeigen.

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Dieser Weg… wird ein Holzweg sein

Oh Mann, hätte ich doch bloß die Klappe gehalten.

Weiß doch jeder: Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.

Hm. Oder so…

Aber nein, ich muss im letzten Artikel (hier) ja groß herausposaunen:

Nichts, um das ich mich als Musiker aktiv bemüht habe, war von einem direkten Erfolg gekrönt.

Und ich habe dir eine Geschichte versprochen.

Also habe ich mich hingesetzt und nachgedacht.

Mit Hilfe der dunklen Seite der Macht.

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It’s nice to be famous

Neulich ist auf dem Blog der Jazzschool München (der Stätte meiner schauerlich-schönen, Schüler quälenden Unterrichtstätigkeit, mu-ha-ha-ha-harrr…) ein Interview mit mir erschienen.

Endlich kann ich nachvollziehen, wie sich Sting oder Paul McCartney fühlen. Aber man gewöhnt sich ja schnell an den Presserummel…

Das Schöne daran:

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“Was bleibt mir denn übrig?” – “Nicht viel und deshalb nur eins.”

Du musst aufpassen

Es ist ein schleichender Prozess.

Es beginnt ganz harmlos.

Und steigert sich.

Bis alles anders ist als gedacht.

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